Energiewende im Verkehrsbereich – Nachhaltige Mobilität

//Energiewende im Verkehrsbereich – Nachhaltige Mobilität

Energiewende im Mobilitätsbereich In Paris im Dezember 2015 haben wir auf UN-Ebene ein neues Klimaabkommen beschlossen. Bei diesem Klimaabkommen muss esgelingen, die globale Erderwärmung auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen, umdie schlimmsten Klimafolgen abzuwenden. Dazu müssen wir in Deutschland und international spätestens 2040 den Ausstoß von Treibhausgasen auf nullzurückbringen. Und das gilt für alle Sektoren: für die Stromerzeugung, für die Wärme und natürlich auch für den Verkehr.

Der Verkehr in Deutschland ist ein großesProblem. Wir haben Probleme mit Lärm, wir haben Probleme mit Schadstoffen inden Innenstädten, mit Stickoxiden, und Grenzwertüberschreitungen. Hier muss es gelingen, einen Verkehraufzubauen, der in den nächsten 25 Jahren leise und sauber ist undganz ohne den Ausstoß von klimaschädlichem Kohlendioxid auskommt.

Und wie das funktionieren kann, werden wir uns heute in dieser Youtube-Einheit anschauen. Dann schauen wir uns zuerst einmal an, wo die Treibhausgasemissionenim Energiebereich anfallen. 5 Prozent werden im Sektoren GHD, Gewerbe Handel Dienstleistungen verursacht. Für 11 Prozent sind wir in den Haushalten verantwortlich. 16 Prozent entfallen auf die Industrie. 46 prozent und damit der Löwenanteil entfällt bei den Treibhausgasen auf die Energiewirtschaft und dort auf dieStromerzeugung vor allen Dingen mit Kohlekraftwerken.

Der Verkehr, um den esheute geht, ist für 22 Prozent der Emissionen verantwortlich.

Und daran sehen wir, dass wenn es nicht gelingt in den nächsten 20 bis 25 Jahren imVerkehrssektor komplett auf erneuerbare Energien umzustellen, also hier weg von Benzin, Diesel undden fossilen Treibstoffen zu kommen, dann wird es nicht gelingen, die Energiewende und den Klimaschutz in Deutschland zu ende zu bringen.

Welche Optionen wir haben, sehen wir in dieser Grafik. Wir können erst einmal Biotreibstoffeverwenden. Biodiesel oder Bioethanol sind bei vielen Leuten bekannt. Die zweite Option sind so genannte PTG oder PTL-Verfahren. Das steht für Power to gas oder Power to liquid. Hierzu verwenden wir Strom aus Solar- und Windkraftanlagen, also sauberen Strom, der ganz ohne Treibhausgase auskommt. Diesen Strom wandeln wir dann überElektrolyse erstmal in Wasserstoff um. Daraus können wir dann Methan, Methanol oder andere Treibstoffe erzeugen. Damit können wir sozusagen die Sonneund den Wind direkt in den Tank packen.

Die letzte Möglichkeit ist: Wir nehmenElektroautos mit Batterien. Und diese Batterien können wir dann sauber mit Solar- und Windkraftanlagen direkt aufladen. Das sind im Wesentlichendie drei Optionen, mit denen wir in der Zukunft unseren Energiebedarf im Verkehrsbereich decken müssen.

Dann schauen wir uns doch einfach mal den Biotreibstoffbereich näher an. Wenn Sie ein Dieselfahrzeug fahren und ganz normalen Diesel tanken, dann landet bei Ihnen wahrscheinlich schon ganz unbewusst ein gewisser Anteil an Biotreibstoffen im Tank. In Deutschland werden Biotreibstoffe den normalen Treibstoffen beigemischt. Es ist nicht viel. Aber rund 5 Prozent unseres Treibstoffbedarfs in Deutschland besteht bereits aus Biotreibstoffen. Das heißt wir verwenden hier mischen Biodiesel bei.

Biodiesel wird zum Beispiel wie hier aus Raps gewonnen und ist ein nachwachsender Rohstoff. Wenn wir diesen Biodiesel verbrennen, dann entsteht dabei genausoviel CO2 wie die Pflanzen beim Wachstum brauchen. Das heißt wir habenhier einen CO2-neutralen Treibstoff.

Doch die Frage ist: Wie groß sind die Potenziale für den Biotreibstoffbereich. Schaun wir uns doch einfach mal den Dieselbereich an. Der Dieselverbrauch in Deutschland liegt etwa bei 38 Milliarden Liter pro Jahr. Hier sehen wir Deutschland.

Rund 51,7 Prozent sind landwirtschaftliche Flächen. Das heißt,die Hälfte der deutschen Flächen sind landwirtschaftlich genutzte Bereiche. Und wenn wir diese einfach malgedanklich verwenden würden, um ausschließlich Biodiesel anzubauen, dann können wir hier bei einemHektarertrag rund 1500 Liter etwa 28 Milliarden Liter an Biodiesel gewinnen.

Das heißt, wir hätten dann nichts mehr zu essen und würden trotzdem nichtgenug Treibstoffe gewinnen können, um sämtliche Fahrzeuge klimaneutral zubetanken. Der Anbau und die Nutzung von Biotreibstoffen im Verkehrsbereich ist eine deutlich begrenzte Sache. Es macht durchaus Sinn, aber dann inBereichen wie zum Beispiel im Flugverkehr, wo wir sehr wenig Chancen haben, schnell eine andere Lösung herbeizuzaubern.

Für den Straßenverkehr brauchen wir andere Lösungen. Und die schauen wir uns jetzt einfach in der nächsten Sequenz näher an. Schauen wir uns am Anfang noch einmal die konventionellen Alternativen an. Wenn wir ein Auto fahren -durchschnittlich mit sechseinhalb Liter Diesel pro 100 Kilometer – dann brauchen wir 65 Kilowattstunden pro 100 Kilometer. Das ist das, womit wir Ingenieure rechnen: Die Kilowattstunde als Einheit.

Wir kommen dann mit einerKilowattstunde rund 1,5 Kilometer weit. Nicht sehr weit, wenn man bedenkt, dassman mit 1,5 Kilowattstunden schon viele Tage und Wochen lang seinHandy laden kann. Wenn wir jetzt Power-to-Gas oder Power-to-Liquid-Treibstoffe verwenden, dann müssen wir diese erstmal mit Solar- und Windkraftanlagen erzeugen.

Dabei entstehen Verluste. Das heißt, wir brauchen erst mal mehrEnergie, um diese Treibstoffe zu gewinnen. Rund 100 Kilowattstunden pro 100 Kilometer werden dann fällig. Wenn wir einfach einen Verbrennungsmotor nehmen,dann kommen wir gerade einmal einen Kilometer weit – also mit dem gleichen Energieaufwand nicht mal so weit wie mit dem konventionellen Auto.

Wenn wir den Verbrennungsmotor durch einen Eelektromotor ersetzen, dann kommen wir weiter, weil wir mit den Elektromotoren einen viel besseren Wirkungsgrad undeine höhere Effizienz haben. Dadurch halbiert sich schon einmal der Aufwand bei der Herstellung, also der Bedarf an Solar- und Windkraftanlagen.

Und wenn wir dann die Power-To-Gas- und Power-To-Liquid- also die Treibstoffautos durch Batterieautos ersetzen, dann steigt die Effizienz erheblich. Wir kommen dann mit den gleichen Autos fünfmal so weit. Damit können wir auch den Ausbau von Solar- und Windkraftanlagen um den Faktor fünf reduzieren.

Deswegen sehen wir: Im Bereichder privaten Autos geht der Weg eindeutig dahin, dass wir alle Autos möglichst auf Batterietechnologie umstellen müssen. Noch einmal zurück zum Dieselfahrzeug. Wenn Sie ein durchschnittliches Dieselfahrzeug mit 6,5 Liter Verbrauch pro 100 Kilometer haben, dann verursachen sie mit jedem Kilometer 172 Gramm CO2.

Wenn Sie 10.000 Kilometer im Jahr fahren – das ist ein typischerWert – dann haben sie rund 1,7 Tonnen Kohlendioxid auf dem Gewissen. Wir haben ja nicht nicht nur ein Auto, sondern viele Millionen Autos in Deutschland. Und das erklärt auch den enormen CO2-Ausstoß des Verkehrsbereichs.

Nun nehmen wir einfach mal ein Batterieauto. Ein Elektroauto ist per se nicht besser als das Benzinfahrzeug. Die Frage ist nämlich: Wo kommt der Strom her. Betanken wir das Elektroauto mit Strom aus Kohlekraftwerken, dann haben wir sogar einen CO2-Ausstoß, der größer ist als der von den Dieselfahrzeugen.

Zum Glück haben wir Deutschland nicht nur Kohlekraftwerke. Unser Strommix besteht schon aus einem größeren Anteil an Solar- und Windkraftanlagen. Im Mix haben wir einen CO2-Ausstoß im Strombereich, der ungefähr halb so groß ist wie einesalten Kohlekraftwerks. Deswegen ist der CO2-Ausstoß, wenn Sie ein Auto ganz normal an der Steckdose betanken, etwa halb so groß wie der eines Dieselfahrzeugs. Für den Klimaschutz brauchen wir aber eine ganz andere Lösung. Wir brauchen 100 Prozent erneuerbare Energien für die Stromversorgung.

Nur dann kann es gelingen, hier eine schwarze Null hinzukriegen, also ganz ohne den Ausstoß von Treibhausgasen Auto zu fahren. Bei der Energiewende im Mobilitätsbereich kommt es also nicht nur darauf an, dass wir die Autos durch umweltfreundliche Elektroautos ersetzen.

Wir müssen auch dafür sorgen, dass der Strom mit denendiese Autos betankt werden dann ausschließlich aus erneuerbarenEnergien erzeugt wird. Dazu können wir zum Beispiel Photovoltaikanlagen oder Windkraftanlagen verwenden. Mit beiden können wir ohne klimaschädliche Abgase den Strom erzeugen. Und das schöne dabei ist, dassSie auch den Strom zu Hause mit der eigenen Solaranlage für das eigene Elektroauto erzeugen können.

Bis 2040 müssen wir spätestens für den Klimaschutz unsere Stromversorgung auch umgestellt haben. Dazu sollten wir aus der Kohleverstromung bereits zehn Jahre früher aussteigen. Und je mehr Leute sich beteiligen und mitmachen desto besser für die Energiewende.

Deswegen denken sie doch einfach maldarüber nach, sich eine Solaranlage zu installieren oder ein Elektroauto zu kaufen.

2017-03-17T12:54:35+00:00 0 Comments

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