Anforderungen an eine nachhaltige Energieversorgung

//Anforderungen an eine nachhaltige Energieversorgung

In der letzten Einheit haben wir uns angeschaut, was für dramatische Auswirkungen der Klimawandel haben kann. Deshalb müssen wir uns Gedanken machen, wie wir das Problem lösen können. Gerade die Mobilität hat einen sehr großen Einfluss. Etwa 20 Prozent der Treibhausgase werden durch den Verkehr weltweit verursacht. Darum müssen wir uns die Frage stellen, was wir tun können, um die skizzierten Veränderungen zu verhindern.

Wir sehen hier an dieser Grafik die Entwicklung der globalen Temperatur über die letzten 100 Jahre. Seit 1900 ist die Temperatur weltweitum etwa 1°C angestiegen. Wir haben hier die Werte dargestellt.

Wenn wir in den IPCC-Weltklimabericht reinschauen, – IPCC ist der Weltklimarat – sehen wir dort 2 Szenarien skizziert. Das erste Szenario zeigt hier Business as usual.

Wir haben hier, wenn wir nichts an der Nutzung fossiler Trreibstoffe und dem Ausstoß von Klimagasen ändern, gegen Ende des Jahrhunderts einen Temperaturanstieg um 4 bis 5°C zu erwarten. Die Klimaberichte schreiben das auch noch bis zum Jahr 2300 fort. Dann ist sogar ein Anstieg um 8 bis 12°C möglich.

Die Klimaforscher sagen aber auch, wir können noch in unserer Generation so einen Anstieg abwenden. Es kann gelingen, den Klimaschutzpfad einzuschlagen. Das heißt, die Erwärmung bis Ende des Jahrhunderts auf Werte unter 2°C zu begrenzen. Doch dafür müssen wir ernsthaft etwas unternehmen.

Was wir tun müssen, können wir an der vergangenen Entwicklung ablesen. Wir sehen hier die Entwicklung des Kohlendioxid-Ausstoßes aus der Nutzung fossiler Energieträger. Wir haben dargestellt, welche Kohlendioxidemissionen wir seit 1900 durch die Verbrennung von Erdöl, Erdgas und Kohle erreicht haben.

Wir sehen hier nach dem 2. Weltkrieg einen dramatischen Anstieg. Es gibt kleine Dellen, die durch die Ölkrisen verursacht wurden. Aber der Trend geht ungebremst nach oben. Wir sehen, die bisherige Entwicklung zeigt nach oben, obwohl wir wissen, dass wir den Trend komplett umdrehen müssen.

Es gibt ein Szenario, das der Weltklimarat skizziert hat, das zeigt, dass wir die Treibhausgase nach unten fahren müssen, um echten Klimaschutz zu erreichen. Wenn wir wirklich den Temperaturanstieg auf unter 2°C begrenzen wollen, muss es uns gelingen bis zum Jahr 2070 kohlendioxidfrei zu werden.

Bei den Szenario, das der IPCC als Szenario RPC2.6 bezeichnet, müssen wir nach dem Jahr 2070 sogar wieder Kohlendioxid aus der Atmosphäre herausholen. Wir müssen dann durch technisch Einrichtungen das Kohlendioxid aus der Luft abtrennen und es dann sicher untage lagern. Das wird aufwändig und teuer sein.

Das ist eine Hypothek, die wir unseren Kindern hinterlassen. Auch geht der IPCC davon aus, dass wir die Kurve sehr schnell erreichen, also sehr schnell die Entwicklung umkehren. Der Trend von 2010 bis 2013 zeigt aber in eine andere Richtung.

Wenn wir davon ausgehen, dass es frühestens in 5 Jahren gelingen wird, den Trend umzukehren, und wenn wir künftig das Kohlendioxid nicht wieder aus der Atmosphäre herausholen wollen, dann müssen wir sogar noch viel schneller den Weg nach unten gehen. Dann brauchen wir etwa zwischen 2040 und 2050 eine Energieversorgung, die ganz ohne den Ausstoß von Treibhausgasen auskommt, also eine Null-CO2-Energieversoergung.

Und das innerhalb der nächsten 30 Jahre. Das ist eine enorme Herausforderung. Aber wir können das durchaus schaffen. Das zeigen andere Beispiele.

Schauen wir uns zum Beispiel den Handybereich an. Wir haben heute in Deutschland mehr Mobilfunkanschlüsse als Einwohner.  Statistisch gesehen kann jeder zweite Deutsche mit sich selber telefonieren. Wenn wir 20 Jahre zurückschauen, war Mobilfunk noch Neuland. Das heißt, es kann innerhalb von 20 Jahren gelingen, eine Technologie zu einem Anteil von 90 bis 100 Prozent durchzusetzen.

Und wenn wir schauen, was es gekostet hat, Mobilfunk und Internet einzuführen, dann ist das die gleiche Größenordnung, die wir für die globale Energiewende brauchen. Das heißt, wir wissen, dass wir die Technologie in 10 bis 20 Jahren einführen können, wir wissen auch, dass wir die Kosten dafür tragen können. Die Frage ist nur, ob es uns gelingt, das in der Gesellschaft durchzusetzen. Vielleicht fehlt uns einfach nur ein Steve Jobs, der sagt “One more thing”, um die ganze Sache durchzubringen.

Die Elektromobilität hat das Potenzial so ein spannendes Ding zu werden, wie vielleicht ein Smartphone. Schauen wir uns an, was Deutschland bislang erreicht hat. Deutschland ist im Bereich des Klimaschutzes selbst ernanntes Vorbild. Wir wir aber anschauen, was wirklich passiert ist, ist das noch viel zu wenig.

Wir sehen hier dargestellt die Entwicklung des regenerativen Anteils. Von 2000 bis 2014 ist der Anteil erneuerbarer Energien von etwa 3 Prozent auf 11 Prozent gestiegen.

Und wenn wir dieses Tempo liear fortsetzen, werden wir es in Deutschland erst schaffen, um das Jahr 2150 kohlendioxidfrei zu werden. Das ist für einen wirksamen Klimaschutz viel zu spät. Das heißt, wir müssen viel schneller die Kurve kriegen.

Wenn wir das erste Szenario hier erreichen wollen, gegen 2070 CO2-frei zu werden, dann müssen wir den Faktor 2,5 bei der Energiewende und auch bei der Einführung der Elektromobilität erreichen.

Und wenn es hier darum geht, das viel schneller zu schaffen, ohne nachher Kohlendioxid aus der Atmosphäre abzuscheiden, mit der CCS-Technologie, dann brauchen wir eine Temposteigerung fast um den Faktor 5 für die Energiewende.

Damit werden wir die Energieversorgung komplett umkrempeln. Es wird ganz anders im Breich der Strom- und Wärmeversorgung aussehen und natürlich auch im Verkehr. Das heißt, wir werden hier in 20 bis 30 Jahren Strukturen vorfinden müssen, die sich von den heutigen komplett unterscheiden.

Wir sehen hier, wie dramatisch der Wandel im Verkehrsbereich aussehen müsste, wenn wir den Klimaschutz ernst meinen. Wir sehen hier die vergangenen gut 20 Jahre. Grau dargestelt ist der fossile Energieträgeranteil, die Nutzung von Öl, Benzin und Diesel im Verkehrsbereich. Orange dargestellt ist die Elektrizität vor allem im Bahnbereich. Und gün ist die Biomasse.

Wir sehen, dass wir hier erreichen müssen, dass die Elektromobilität fast alles übernehmen muss, weil die Biomasse nur sehr begrenzte Potenziale im Verkehrsbereich hat. Und wir wissen, dass wir durch die Elektromobilität die Effizienz deutlich steigern.

Alleine, dass ich Benzinaustos durch Elektroautos ersetze, erhöht sich die Effizienz um den Faktor 2 und halbiert sich der Energieverbrauch. Dann können wir durch den abnehmenden Bezinanteil 100 Prozent CO2-Freiheit bis zum Jahr 2040 durchaus erreichen. Wichtig ist aber dabei, dass der regenerative Anteil an der Stromversorgung, ebenfalls deutlich zunimmt. Wenn wir auf die Elektromobilität gehen und den Klimaschutz ernst meinen, dann darf der Strom natürlich auch nur aus CO2-freien Quellen stammen.

Schauen wir uns die Stromversorgung einfach mal an. Hier hat sich in den letzten Jahren deutlich mehr verändert als im Verkehr. Hier sehen wir die Entwicklung der Stromversorgung von 1990 bis heute. Wir sehen grau dargestellt die fossilen Kraftwerke, lila die Kernenergie und die verschiedenen Farben zeigen die regenerativen Energien.

Von unten nach oben haben wir die Wasserkraft, die Windkraft, die Photovoltaik und die Biomasse. Die regenerativen Energien decken derzeit schon rund 30 Prozent der Stromversorgung. Hier gibt es durchaus eine beachtliche Steigerung. Wenn wir die Elektromobilität einführen wollen und den Klimaschutz ernst meinen, dann sehen wir dieses Szenario als notwenig an. Der Strombedarf wird erst einmal ansteigen.

Bedingt durch die Elektromobilität aber auch den Wärmesektor werden wir in Deutschland und auch weltweit mehr Strom brauchen. Das heißt, wir gehen von eine weiterhin steigenden Strombedarf aus.

Und dann müssen wir den Anteil regenerativer Energien noch deutlich steigern, Und wir sehen, was wir hier in Deutschland als Säulen vorwiegend haben werden. Die Wasserkraft und die Biomasse sind von den Potenzialen her sehr begrenzt sodass wir im Wesentlichen die Stromversorgung mit der Windkraft und der Photovoltaik decken werden. Und das ist auch ein Grund, warum wir uns in den späteren Kapiteln und Einheiten mit diesen Themen dann weiter auseinandersetzen werden.

2017-03-17T12:56:58+00:00 0 Comments

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